Zahlen, Statistik und Risikos

Über vernünftig umgehen mit Zahlen, Messergebnisse, Statistik und Risikos

Bei manche Gelegenheit diskutiere ich mit Freunden und Bekannten über die oft fahrlässige Weise, wie in Fernsehberichte oder Zeitungsartikeln mit Zahlen und Messergebnisse umgegangen wird. Fahrlässig weil kein Journalist heutzutage in der Lage zu sein scheint, publizierte Zahlen und Messergebnisse auf Plausibilität zu prüfen bzw. sie relativ zu andere Fakten und Tatsachen einzuordnen. Ergebnisse von statische Erhebungen werden ohne weiteres als Wahrheit akzeptiert und so weiter interpretiert wie es der eigenen Meinung bzw. politische Meinungsbildung förderlich ist. Mit dem Begriff Risiko wird schlampig umgegangen sodass eine Ordnung von Risiken den wir allen ausgesetzt sind im Leben nicht möglich ist.

In diesem Artikel fasse ich meine Ansichten dazu zusammen und hoffe damit den Objektivität zu fördern


 Zahlen

Heutzutage scheinen Zahlen nur interessant zu sein wenn gross sind. Deshalb wird ja of die Dimension eines Zahles, Menge, Grösse, Volume oder Concentration/Gehalt so ausgedruckt dass sie gewaltig erscheint. Eine Konzentration eines Verunreinigungs in einen Lebensmittel von 1 ppm (parts per million) wird deshalb lieber als 1000 ppb (parts per billion) ausgedruckt was aber das gleiche ist. Wobei die mehrheit der Leute überhaupt keine Vorstellung davon haben was 1 ppb eigentlich darstellt. Einfach gesagt, 1 ppb ist eine Sekunde in 30 Jahr.

Die Chemische Analytik erreicht mittels viele Methoden wie GC-MS und LC-MS eine Nachweisgrenze von Verunreinigugen in Wasser, Lebensmittel usw. von besser als 1 ppb. An sich eine Meisterleistung der Chemiker. Jedoch Berichtet der Chemiker die Zahlen, es obliegt anderen damit vernünftig umzugehen.

Als Beispiel mag das jüngste Beispiel Glyphosat in Bier angeführt werden. Der Bericht wurde von dem Umweltinstitut München eV jüngst publiziert und regte viel Aufsehen an. Dieses Institut scheint, zu urteilen nach der eigene Mitteilung, kein zertifiziertes Institut für Umweltanalytik zu sein. Ausserdem ist das verwendete Verfahren, ELISA, bekanntlich nicht quantitativ. Die Messergebnisse in ppb werden mit zwei Stellen hinter der Komma publiziert ohne irgendwelche Angaben der Reproduzierbarkeit oder Vertrauensbereich der Messdaten.

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