Pfizer/BionTech Covid-19 Vakzin

Es wurde vielseits publiziert, dass das Pfizer/BionTech Vakzin eine Effektivität von 95% hat. Worauf sich diese Aussage basiert liest man nirgendwo. Die FDA (Food and Drug Administration USA) hat auf einer seinen Seiten, Antworten auf Fragen zu der Zulassung des Vakzins hier publiziert. Dort wird erklärt wie die 95% zustande kommen.


Q: How well does Pfizer-BioNTech COVID-19 Vaccine prevent COVID-19?
A: The data to support the EUA include an analysis of 36,523 participants in the ongoing randomized, placebo-controlled international study, the majority of whom are U.S. participants, who completed the 2-dose vaccination regimen and did not have evidence of SARS-CoV-2 infection through 7 days after the second dose. Among these participants, 18,198 received the vaccine and 18,325 received a saline placebo. The vaccine was 95 percent effective in preventing COVID-19 disease among these clinical trial participants with 8 COVID-19 cases in the vaccine group and 162 COVID-19 cases in the placebo group. Of these 170 COVID-19 cases, 1 in the vaccine group and 3 in the placebo group were classified as severe.


Die 95% wird also berechnet aus der relativen Anteil der Infizierten in der Gruppe der Vakzin Empfänger. Ein durchweg sehr fragwürdiges Verfahren allein schon aus ethischen Sicht weil man bewusst darauf setzt, dass die Placebo Empfänger an COVID-19 erkranken. Außerdem ein sehr kleinen Anzahl der sich sehr bedingt hochrechnen lässt auf Millionen Vakzin Empfänger.

Lese hierzu auch die Unstatistik des Monats auf RWI Essen | Der Impfstoff ist „zu 90 Prozent wirksam“ (rwi-essen.de).

Ein Kommentar zu „Pfizer/BionTech Covid-19 Vakzin

  1. Ja, ethish fragwürdig, allerdings entspricht jedoch genau diese Vorgehensweise den Methoden der medizinisch-pharmazeutischen Untersuchungen. Auf jeden Fall ist es nichts Neues auf dem Gebiet – auch bei Arzneimittelzulassungen werden Placebo-Studien durchgeführt, die bedeuten, dass Patienten weiter leiden oder sterben müssen, denen evtl. durch das neue, zu testende Medikament geholfen hätte werden können. Und die Dauer der typischen Zulassungsverfahren führt ja auch dazu, dass in den Jahren, die die Zulassung dauert, viele Patienten weiterhin eventuell vermeidbar ungeheilt bleiben.
    Und ja, ich bin auch der Meinung, dass die statistische Basis an Fällen ohne Impfung ohnehin ausreichend groß ist.
    Ob und was vor und für die Zulassung des Vakzins gemacht werden muss, ist allerdings die Frage der Balance zwischen Übervorsichtigkeit, Bürokratismus und Pragmatismus. Dies ist allerdings eine allgemeingesellschaftliches Thema, wo die aktuelle Impfung nur eine kleine Facette ist.
    Auf der anderen Seite halte ich die genaue Antwort auf die Frage, wie wirksam das Vakzin ist zum jetzigen Zeitpunkt eher vom egoistischen Interesse – ist das Vakzin zu 99% wirksam, muss ich als geimpfter mich nicht mehr schützen; ist es „nur noch“ zu 60% wirksam – muss ich mich weiter schützen, da es möglicherweise nicht gewirkt hat.
    Aus gesellschaftlicher Sicht halte ich jedes Vakzin für zielführend, da hierdurch die Konzentration der möglichen Überträger und Spreader in der Gesellschaft reduziert und somit die Ausbreitung vom Virus gehindert wird.
    Und da sollte man wieder für den schnellst und breitest möglichen Einsatz plädieren, denn – wie wir gerade beobachten – je länger und mehr das Virus im Umlauf ist, desto mehr diversifiziert es sich, umso schwer wird es zu bekämpfen und umso größer wird die Chance, dass auch eine gefährlichere Variante entstehen kann.